Grundsätzlich unterscheidet man bei Nähmaschinen in 2 Antriebstypen – den manuellen und den technischen Antrieb. Wobei es bei dem Manuellen zwei verschiedene Varianten gibt. Entweder wird ein Pedal mit dem Fuß betätigt oder eine Handkurbel gedreht. Den technischen Betrieb übernimmt ein Elektromotor. Je nachdem für welchen Antrieb man sich entscheidet, benötigt man ein Gestell für die Nähmaschine. Nachfolgend wird kurz erklärt wie die einzelnen Antriebstypen funktionieren.

Handkurbelbetrieb

Der Handkurbelbetrieb war vor der Elektrifizierung die üblichste Antriebsart für Nähmaschinen. Die Funktionsweise entspricht der eines simplen Kurbelmechanismus. Die Bewegung der Handkurbel wird über konische Räder auf die Nähnadel übertragen. Eine Drehung der Kurbel entspricht etwa 3 Stichen. Befestigt ist Sie an einem flachen Unterbau.

Fußpedalbetrieb

Mithilfe von Pleueln werden die Kippbewegungen des Fußpedals auf den Antrieb übertragen und danach auf die Nähnadel umgesetzt. Eine Kippbewegung des Fußpedals entspricht etwa 2,5 Stichen. Für diese Maschine ist ein Tretgestell in Tischform erforderlich.

Die Nachteile dieser beiden Antriebstypen bei dauerhafter Nutzung sind:

  • nervöse Störungen (z.B. Herzklopfen)
  • Kreuz- und Lendenschmerzen
  • Unterleibsleiden (nicht für Schwangere geeignet)
  • Haltungsschäden

Elektromotor

Nähmaschine mit Elektromotor

Nähmaschine mit Elektromotor

Die meisten Nähmaschinen werden heutzutage mit einem Elektromotor betrieben. Dies sind Drehstrommotoren oder Anlassermotoren mit einer Kupplungs- und Bremsscheibe für schnelles Beschleunigen und Abbremsen. Die elektrische Leistung wird durch einen Vorwiderstand bis 1000 Ohm begrenzt. Dies ermöglicht die fast stufenlose Geschwindigkeitsregulierung beim Nähen. Die Drehung wird durch einen Keilriemen auf das Handrad übersetzt welches die Nadel und den Untertransporteur (für den Transport des Stoffes) bewegt. Die Geschwindigkeit der Nähnadel wird allerdings, wie bei den älteren Modellen, über ein Fußpedal geregelt.

Die Vorteile der elektrischen Nähmaschine:

  • oft automatische Nadeleinstellung möglich (kein drehen des Handrades mehr nötig um die Nadel aus dem Stoff zu ziehen)
  • fast stufenlose Geschwindigkeitsregulierung über das Pedal
  • keine Haltungsschäden
  • keine Störung in der Ernährung der Muskeln

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