Was eine Overlockmaschine von einer Haushaltsnähmaschine unterscheidet? Overlockmaschinen haben verschiedene Eigenschaften, die sie von normalen Nähmaschinen unterscheiden. Zum einen kann man mit ihnen zur gleichen Zeit nähen und durch ein an der Maschine angebrachtes Messer gleichbreit versäubern. In der Regel ist außerdem ein Differenzialtransport dafür da, die obere und die untere Stofflage zeitgleich zu transportieren. Vor allem die Nahtvarianten unterscheiden Overlockmaschinen aber von gewöhnlichen Nähmaschinen. Lese hierzu auch die Stichtypen von normalen Nähmaschinen.

Die gängigsten Nähte einer Overlockmaschine

Die vierfädige Naht mit einer integrierten Sicherheitsnaht wird auch 4-Faden Überwendlich genannt und eignet sich, um so gut wie alle Materialien zusammenzunähen und zugleich zu versäubern. Besonders für grobe oder elastische Stoffe eignet sich der 4-Faden Überwendlich, zum Beispiel für

  • Jersey
  • Bündchen
  • Fleece
  • Walk
  • Leder

Damit ist er der gängigste Stich bei Overlockmaschinen. Durch den rechten Nadelfaden entsteht automatisch eine Sicherheitsnaht.

Doppelkettenstich

Beim Doppelkettenstich handelt es sich um eine Naht bestehend aus zwei Fäden. Schaut man die Naht von oben an, hat sie das Stichbild eines Gradstichs. Von unten aber sieht der Doppelkettenstich aus wie eine Kette. Feste Materialien können hiermit gut zusammengenäht werden, so zum Beispiel Jeansstoffe oder Polsterbezüge. Der Doppelkettenstich findet auch Anwendung als Ziernaht.

Doppelkettenstich

Doppelkettenstich

3-Faden-Overlock

Die dreifädige Naht findet Anwendung zur Versäuberung von Materialien und wird auch 3-Faden-Overlock genannt. Wenig beanspruchte Schließnähte kann man mit dem 3-Faden-Overlock zusammen nähen, so zum Beispiel bei T-Shirts, Hemden oder Blusen. Anders als beim 4-Faden-Überwendlich fehlt hier aber die Sicherheitsnaht, wodurch die Naht leichter aufzuribbeln ist.

2-Faden-Überwendlingsstich

Schließlich gibt es noch die zweifädige Naht, allerdings kaum noch Verwendung findet. Das kommt daher, dass drei- und vierfädige Nähte schlicht eine bessere Haltbarkeit aufweisen. Der so genannte 2-Faden-Überwendlingsstich wird genutzt, um leichte Stoffe zu versäubern. Zum Beispiel bei leichten Blusen aus dünnen Stoffen eignet er sich dann doch besser als der 4-Faden-Überwendlich oder der 3-Faden-Overlock, weil der 2-Faden-Überwendlingsstich nicht so dick aufträgt. Wie bei einer normalen Haushaltsnähmaschine auch sollte man die Naht auf den jeweiligen Stoff abstimmen.

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